5. BEEINFLUSSTE DEMOKRATIE? POLITISCHE MEINUNGSBILDUNG IM NETZ

Wenn es um demokratische Meinungsbildung geht, wirft die digitale Kommunikationskultur neue Herausforderungen und Fragen auf. So eignen sich etwa Kampagnen und Wahlen als gute Beispiele dafür, dass mit sozialen Medien und deren Diensten nachweislich Einfluss genommen werden kann. Auch neue Interaktions- und Einflussmöglichkeiten zwischen politischen Akteur_innen, gesellschaftlichen Gruppen und Bürger_innen spielen eine wesentliche Rolle: Creator_innen und Blogger_innen gestalten nicht nur unterhaltungsorientiere Inhalte, sondern positionieren sich auch in öffentlichen, politischen Debatten. Einfache Nutzer_innen erhalten im Netz eine Bühne und können ihre individuellen Positionen zu aktuellen Diskursen beitragen. Welchen Einfluss gewinnen neue Akteur_innen durch das Netz? Welche Gefahren bergen individuelle Einflussnahmen, insbesondere wenn es um diskriminierende Stellungnahmen geht? Was ist das Problem bei Hassreden (Hate Speech), v.a. in Hinblick auf rassistische oder antisemitistische Positionen? Wie können Manipulationen, gezielte Desinformationen und Hetze im Netz erkannt und bewertet werden? Wo genau lässt sich die politische Bildungsarbeit einbringen und gestalten, um menschenfeindlicher Kommunikation entgegenzusteuern?

Personen

Kulturwissenschaftlerin, Performerin und Bildungsreferentin

Ethnologe mit Expertise in Internetkultur, Hate Speech, Gaming und eSport.

promoviert an der Universität Hamburg zum Einfluss sozialer Medien auf Wahlentscheidungen und individuelles Verhalten